Freitag, 28. August 2015

FEIERABEND!

Wie oft habe ich mir die Frage gestellt, ob es sich lohnt, nach der Arbeit vielleicht noch für zwei, drei oder vier Stunden mit dem Angelzeug im Gepäck ans Wasser zu fahren.
Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag noch zum Angeln zu motivieren, ist nicht immer leicht. Der Arbeitstag war womöglich anstrengend genug.
Und dann noch das ganze Gerödel? Was für ein Aufwand...
Da ist es natürlich bequemer, auf das Wochenende zu warten. Für zwei Nächte lohnt sich der Aufwand wenigstens.

Feierabend!

Auch ich habe oft genug mit mir gehadert, war zu bequem, bin zuhause geblieben. Aber wenn ich dann erst einmal meinen inneren Schweinehund überwunden habe, ich am Wasser sitze und meine Fallen gestellt sind, bin ich sicher: es lohnt sich jedes Mal wieder.
Dabei geht es nicht in erster Linie um das Fangen. Alleine die Chance, nach Feierabend für ein paar Stunden in der Natur sein zu dürfen, ist jedes Mal ein Erlebnis.
Zumal sich der Aufwand für ein paar Stunden angeln vergleichsweise gering halten lässt. Gerade jetzt im Sommer. Da brauche ich oft nicht einmal einen Schirm. Und meine sperrige Liege bleibt sowieso zuhause.
Und wenn dann tatsächlich noch ein Fisch abläuft, weiß ich: so einen geilen Feierabend haben wohl die Wenigsten. Wenn ich ehrlich bin – da kann meine Freundin nicht einmal mithalten.

Feierabend-Karpfen müssen nicht groß sein

Na klar, nicht an jedem Gewässer kann man jedes Mal einen Biss erwarten. Sowieso sind es eher die gut besetzten Gewässer, an denen sich ein solch kurzer Ansitz lohnt. Denn die Chance auf einen Biss soll wenigstens einigermaßen realistisch sein. Und wo es viele Karpfen gibt, ist nicht jeder gefangene Fisch ein Riese. Aber darauf kommt es mir nicht an.
Mein Lieblings-Rig bei solchen Aktionen ist übrigens das Chod Rig. Super einfach zu binden, es hakt zuverlässig und ich kann mir zu 100 Prozent sicher sein, dass meine Montage ohne Verwicklungen am Boden liegt. Wer nur wenig Zeit hat, sollte diese auch möglichst effektiv nutzen.
Also Leute: probiert es aus!
Schon nach dem ersten Versuch, werdet Ihr merken, so groß ist der Aufwand am Ende gar nicht und es müssen beim Karpfenangeln nicht immer 48 Stunden oder länger sein.

Luca Heuer



Dienstag, 25. August 2015

HAPPY BIRTHDAY

In der gestrigen Nacht vom 24. auf den 25. August ging es für mich und meine Freundin für eine schnelle Nacht an den Kanal. Den Futterplatz vor einer kleinen Schleuse hatte ich schon einige Tage vorher mit Tigernüssen und 16mm Uncle Bait Boilies von Imperial Baits präpariert.
Diese Nacht war für mich etwas Besonderes. Denn ich wollte am Wasser in meinen Geburtstag hinein feiern und hoffte gleichzeitig, in dieser Nacht endlich meinen ersten Geburtstagsfisch zu fangen.
Bisher war mir dieses Glück noch nicht vergönnt, obwohl ich meinen Geburtstag nicht zum ersten Mal am Wasser verbracht habe.

Schon beim Auswerfen zog das Unwetter über uns
Gegen 20:00 Uhr hatte ich alle drei Ruten mit Ködern bestückt und hinter der Krautbank kurz vor der Fahrt platziert.
Den Abend ließen wir gemütlich bei gutem Rotwein und einem Stück Baguette ausklingen. Nach meinem ersten Geburtstagsgeschenk, was mir meine Freundin pünktlich um Mitternacht überreichte, fielen wir übermüdet auf die Liege und schliefen schnell ein.
Doch ausschlafen konnten wir nicht. Denn um 3:00 Uhr lief tatsächlich meine linke Rute ab.
Aber noch hatte ich nicht gewonnen, denn der Fisch setzte sich im Kraut fest.

Uncle Bait Boilies und Tigernüsse - eine einfache aber gute Kombi

Nervös wie ich war, sprang ich sofort ins Boot und versuchte den Fisch aus dem Kraut zu pumpen. Nachdem mir gelungen war, war ich ziemlich erschrocken, was für ein Kanalbrett da plötzlich vor mir an der Oberfläche lag. Mein Geburtstagsfisch war nun zum Greifen nah.
Mein erster Kescherversuch glückte und ein langer Schuppi lag im Kescher.
Unglaublich.

Meinen "Geburtstagsfisch" werde ich so schnell nicht vergessen
Nachdem meine Freundin und ich den Fisch versorgt hatten, legten wir uns wieder hin um wenigstens noch zwei Stunden schlafen zu können.
Schließlich klingelte um 6:00 Uhr unser Wecker schon wieder. Die Arbeit beziehungsweise die Schule riefen.
Der Regen am Morgen war zwar alles andere als geburtstagstauglich – mir war es aber egal.
Denn mein erster Geburtstagsfisch war gefangen und dann gleich so ein Brett.

Christoph Trippe

Freitag, 21. August 2015

MITMACHEN UND GEWINNEN!

Welches (Print-) und (Online-) gefällt Euch am besten?
Das möchte Imperial Fishing wissen und macht dazu derzeit eine große Online-Umfrage.
Mitmachen lohnt sich. Denn es gibt fette Preise zu gewinnen.




Gleich für Euer Lieblingsmagazin voten unter:http://www.carp-gps.com/iblog/?p=25442#more-25442

Dienstag, 18. August 2015

CANARIAN BEAUTIES

Radical-Teamangler Robin Illner kommt gerade von einer Karpfenexpedition von den Kanarischen Inseln zurück. Von den sechs Hauptinseln sind drei (Gran Canaria, La Gomera und Teneriffa) für Karpfenangler befischbar. Gran Canaria bietet mehr als 60 Seen, die teilweise privatisiert und teilweise öffentlich zugänglich sind. Die Seen beherbergen fast alle Karpfen und Schwarzbarsche. Die lokale Bevölkerung fischt an diesen Gewässern ebenfalls, allerdings liegt deren Fokus eher auf der Angelei im Meer.

Gran Canaria bietet mehr als 60 Seen

Über eine Woche drehte Robin Illner zusammen mit einem Freund, Jörg Krause, und Kameramann Peter Corzilius einen Roadtrip-Movie über die südlichsten Karpfen Europas. Das Ziel war es, die dort lebenden, einzigartigen Karpfen mit so charakteristischen Schuppenformen zu überlisten.

Kein Riese, aber außergewöhnlich beschuppt

Robin berichtet begeistert: „Es war eine, der härtesten Touren, die ich je gemacht habe, aber was ich erlebte, übertraf all meine Erwartungen. Neben Schuppenkarpfen und Spiegelkarpfen fing wir Fully Scales, Appelsliced Scales, Zeilkarpfen und Ghosties. Mehr als 45 Fische bis 40lb konnten wir in einer Woche landen. Große Köder, wie Radical Rubby Dubby und Radical Bloody Chicken Boilies in 24mm als Sinker, getopt mit 20mm Pop-ups, waren unsere erfolgreichsten Köder für große Fische auf den Futterplätzen." Gefüttert wurde von den beiden Anglern Mais, Maismehl, Pellets und Boilies.


Jeder Fisch mit eigenem Charakter

Auf den Ufern der Vulkanhänge steht kein Baum und Temperaturen von über 40 Grad sorgten für höchste Belastungen an Mensch und Gerät. Unterwasser fanden sich die Angler mit einer Landschaft von versunkenen Bäumen, Geröll und großen Krautfeldern konfrontiert, so dass der Einsatz von robustem Gerät unausweichlich war.

So muss ein Spiegler aussehen!

Improvisieren mussten sie täglich. Angelkarten waren am ersten Tag nicht verfügbar, Gepäck wurde vom Zoll zurückgehalten und wilde Hunde streiften in der Nacht durch ihr Camp. Bei Tauchgängen haben sich Blutegel an ihren Beinen, Bäuchen und Rücken festgesaugt, aber die Montagen im dichten Kraut abzulegen brachte kontinuierlich Karpfen.

Was am Anfang noch alles schief gegangen ist und wie phänomenal dieses Abenteuer endet, ist bald auf Robin Illners neuer DVD „Canarian Beauties“ zu sehen, die Ende des Jahres erscheint.

Mehr Informationen gibt es bald auf www.robinillner.de
und auf seinem Facebookprofil: www.facebook.de/robinIllner1




Montag, 17. August 2015

Ran ans Wasser!



In der ersten August Woche ging es für mich und meinen Kumpel Semjon endlich wieder los. Für ganze drei Tage ans Wasser. Und für unsere Mission hatten wir uns nicht das leichteste Gewässer ausgesucht: einen 320 Hektar großen Natursee in Norddeutschland.
Der See bietet eine unregelmäßige Bodenstruktur mit vielen Kanten und Plateaus. Viele verheißungsvolle Stellen also, die bekanntlich nicht zwingend Fisch bringen.
Wo soll man da anfangen?
Zudem hatte es 35 Grad Außentemperatur. Da waren wir froh, als wir an unserem anvisierten Angelplatz endlich das gesamte Geraffel aufgebaut hatten.

Endlich Karpfen!

Allerdings kamen wir nicht ganz unvorbereitet. Drei Tage zuvor hatten wir unsere Spots mit Partikeln und Boilies präpariert.
Und das Vorfüttern zeigte offenbar Wirkung. Nach nicht einmal einer Stunde meldete sich mein Delkim das erste Mal.
Leider der Anfang einer Nerven aufreibenden Serie...
Nach der mittlerweile fünften Brasse mussten wir etwas unternehmen: Wir montierten 24 und 28-Millimeter-Boilies am Haar. Das sollte es den Brassen ein wenig schwerer machen, unsere Hakenköder einzusaugen. Vielleicht haben dann auch die Karpfen eine Chance.

Die Montagen müssen raus

Und tatsächlich: Am nächsten Morgen, es war gegen 5 Uhr, ertönte dann endlich der lang ersehnte Dauerton.
Ein 26-pfündiger Schuppenkarpfen konnte unseren Baits nicht widerstehen.
Keine 20 Minuten später konnten wir dazu noch eine schöne Schleie fangen.
Leider ließen sich unsere Beifänge trotz der größeren Hakenköder offenbar nicht ganz vermeiden.
Aber egal – Hauptsache es zuppelt etwas. Schließlich wollten wir ja Action.

Keinen Grund zu meckern...

Am dritten Tag kamen wir beifangmäßig auf insgesamt 26 Brassen und eine Schleie.
Allerdings waren auch zwei schöne Schuppenkarpfen dabei. Für uns gab es also keinen Grund zum Meckern. Mission erfüllt, könnte man sagen. Denn die Aktion war auch für uns ein Wagnis. Angesichts der Wasserfläche hätte auch schlimmer ausgehen können.
Was lernen wir daraus?
Habt keine Angst, neue Gewässer anzufassen – auch nicht die großen großen Naturseen bei uns im Land.
Immer Ran ans Wasser!
Luca Heuer



Donnerstag, 13. August 2015

Und ewig glänzt das Sommerloch



Temperaturen über 30°C und träge Fische lassen keinen Zweifel aufkommen – das gefürchtete Sommerloch ist da. Trotz wöchentlichen Vorfütterns, gab mir die Havel, mein Hausgewässer, keinen ihrer Schätze preis.
Ende Juni konnte ich dort meinen letzten Karpfen überlisten. Währenddessen versammelten sich Scharen von Blässhühnern mit ihrer Brut auf meinem Futterplatz. Jede weitere Murmel, wäre Perlen vor die Säue (Verzeihung – Blässhühner) gewesen.
Und was die Aasgeier verschmähen, bleibt womöglich liegen.
Zudem stieg die Zahl betrunkener Partyfloßbesatzungen und Hobbiekapitäne exponentiell an.
Mich überkam ein Déjà-vu vom letzten Jahr: Unzählige Schiffe durchkreuzten da meine (abgesenkten) Schnüre. Und mein über mehrere Wochen mühevoll eingebrachtes Futter vergammelte, trieb schließlich auf. Mein Frust wuchs ins Unermessliche.
Das wollte ich nicht noch einmal erleben.

Es kommt mehr auf attraktive Hakenköder an


Für mich jedoch kein Grund aufzugeben. Ich wendete mich neuen Ufern zu.
Rund um Potsdam gibt es eine Reihe kleiner Waldseen. Die werden durch kühles Grundwasser gespeist, sind gut besetzt und mit ihren wenigen Hektar Wasserfläche gut überschaubar.
Die perfekten Sommer-Gewässer – um die Seele baumeln zu lassen und ohne großen Aufwand an Fisch zu kommen.
Freilich gibt es auch dort Badegäste. Doch der (Party-)Tourismus hält sich in Grenzen.
Zwei dieser Waldseen schaute ich mir genauer an. Gleich auf Anhieb fand ich interessante Spots: von überhängenden Bäumen mit Totholz unter Wasser bis zum Seerosenfeld war alles dabei.
Von anderen Karpfenanglern weit und breit keine Spur. Optimale Bedingungen.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt...

Aufgrund der hohen (Wasser-)Temperaturen verzichtete ich auf langes Vorfüttern und viel Futter am Angeltag. Lediglich eine Hand Boilies pro Rute.
Das Hauptaugenmerk lag auf dem Hakenköder und der Location. Mit meinem kleinen 160er Schlauchboot konnte ich unter die überhängenden Bäume fahren und die Montage direkt vor dem Totholz ablegen. Nur nicht vergessen, die Bremse der Rolle fest zu schließen und die Rute in der Ablage mit Expandern zu sichern.
Der Plan ging auf – bereits nach wenigen Stunden konnte ein kleiner Spiegler dem Schneemann mit weißen Fluo-Pop-up nicht widerstehen.

Freude über einen kleinen Spiegler

Für mich heißt es Kraft für den Herbst zu tanken– wenn die heiße Zeit unter Wasser und das Warten auf das große Fressen beginnt.
Bis dahin bleibt mir noch Zeit, den Sommer in vollen Zügen zu genießen.
Am Wasser natürlich – aber abseits des Hauptsstroms und Partytourismus. Mit Freundin und Kind oder in vollkommener Einsamkeit. Möglichkeiten gibt es viele, dem Sommerloch die kalte Schulter zu zeigen. Ihre Kreativität ist gefragt.

Am Wasser den Sommer genießen...

Probieren Sie ihr Glück doch auch einmal an solch einem kleinen Waldsee. Davon gibt es einen doch bestimmt auch in Ihrer Nähe?

Alexander Lenk



Samstag, 1. August 2015

KURZE SOMMERPAUSE

Die Carp in Focus Redaktion macht Sommerpause.

Von Montag, den 03. August bis einschließlich Mittwoch, den 12. August ist unser Büro nicht besetzt. Während dieser Zeit werden Bestellungen oder Anfragen nicht bearbeitet. Leider sind wir in dieser Woche auch telefonisch nicht erreichbar. Wir hoffen auf Euer Verständnis.


Ab Donnerstag, den 13. August stehen wir Euch wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Euer Carp-in-Focus-Team

Freitag, 31. Juli 2015

CiF 54 AM START!

Ab heute gibt´s unsere neue Ausgabe, Carp in Focus 54 im ausgesuchten Fachhandel!




Oder gleich bequem online bestellen:
http://www.carpinfocus.de/index.php?option=com_facileforms&Itemid=44

Donnerstag, 16. Juli 2015

ANFÜTTERN OHNE TENNISARM


Der Skyliner Thowing Stick von JRC bringt eine wahre Erleichterung beim Anfüttern. Das 25mm starke Premium-Wurfrohr (Innendurchmesser 22mm) wird aus leichtem und robustem High-Modulus Carbon hergestellt. Es wiegt gerade einmal 70 Gramm. Damit gehört der bekannte „Tennisarm“ nach dem Anfüttern selbst bei größeren Mengen Boilies der Vergangenheit an. Dank dem Computer optimierten Design können Boilies auch auf große Entfernungen besonders zielgenau gefüttert werden. Mit seinem Griff aus japanischem Schrumpfschlauch liegt das Rohr sicher in der Hand. Gewobenes 1K Carbon-Finish mit matter Oberflächenbehandlung. Lieferung inklusive luxuriöser Neopren-Schutzhülle. Preis: 49,90 Euro.


Infos auch unter:



Mittwoch, 15. Juli 2015

DIE SCHNELLE NUMMER



Aufgrund von Umbaumaßnahmen im Haus und meinen anderen familiären Verpflichtungen ist meine Angelzeit zurzeit knapp bemessen. Deshalb fische ich nur kurze Sessions – von abends acht bis morgens acht. Mehr sitzt momentan nicht drin.
Das Gewässer meiner Wahl: Ein kleiner, alter See. Flach, mit relativ überschaubarem Karpfenbestand und extrem viel natürlicher Nahrung. Dafür liegt es nicht weit von meinem Wohnort entfernt und ich brauche auch sonst für mein Angeln keinen großen Aufwand betreiben, mit einem Boot zum Beispiel.

Natur pur - entspanntes Angeln am Altwasser
Mit wenig Ausrüstung marschiere ich den weiten Weg runter ans Wasser. Dazu habe ich mein altes Bedchair mit Rädern ausgestattet. Diese kleine Modifikation habe ich schon viele Jahre im Einsatz. Sehr praktisch, wenn es schnell gehen muss. Mein Bedchair fungiert so als Bett und Transportmittel zugleich. Den Schlafsack bereits aufgespannt, dann nur noch den Schirm, zwei Ruten und minimales Material drauflegen, festbinden – los geht´s.
Zum Vorfüttern hatte ich mal wieder keine Zeit.
So komme ich am Freitag Abend kurz nach 20 Uhr am Wasser an. Ich habe nur wenig Futter dabei. Zwei Kilo müssen reichen. Dafür sind die Boilies für die Karpfen sehr attraktiv. Die finale Version der Kugeln befindet sich gerade noch in der Testphase. Als überzeugter Boilie-Selbstroller bin ich neuen Boilies gegenüber immer sehr skeptisch.

Kein Rucksack dabei – das Nötigste befindet sich in einem Eimer

Als ich jedoch die erste Pacific-Tuna-Tüte öffnete, fühlte ich mich gleich um viele Jahre zurückversetzt. Eine Zeit, Ende der 80 er Jahre, in der wir auch schon unsere Boilies selber rollten. Das kräftige Aroma der Boilies zieht tief in die Nase, der fischig, salzige Geschmack bleibt lange auf der Zunge hängen. Geruch und Geschmack erinnern mich sofort an das gute alte Shellfish Sense Appeal von Catchum, das wir damals verarbeitet haben. Einer meiner absoluten Favoriten zu jener Zeit.
Leider war dieser Zusatz später kaum noch zu bekommen. Erst Jahre danach wurde es von Rod Hutchinson wieder neu aufgelegt.

Die neuen CC Moore Pacific-Tuna-Boilies habe ich noch mit Dip versehen
Gerade an Gewässern mit sehr hohem Aufkommen an natürlicher Nahrung, dazu mit wenig Zeit zur Verfügung, wie ich diese zurzeit habe, sollte dieses Futter schnell wirken und sehr anziehend sein. Ich will die Fische locken, nicht satt füttern.
Meine Ruten werfe ich mit einem Unterhandwurf gestaffelt auf zwei Entfernungen von etwa zehn und 15 Meter vom Ufer aus. Hier sind die Zugrouten der Fische. Montiert wird jeweils nur ein einzelner Hakenköder zusammen mit einem PVA-Stringer bestehend aus drei Boilies.
Ich genieße den Abend und verkrieche mich gegen 23:30 Uhr in den Schlafsack.

Kampfstark und gut genährt: ein schöner 24er Schuppi
Aber die Mücken lassen mich nicht in Ruhe, ein Froschkonzert tönt direkt vor meinen Füssen. An Schlaf ist kaum zu denken. Ich drehe ich mich hin und her. Irgendwann gewinnt dann doch die Müdigkeit nach einem anstrengenden Arbeitstag überhand.
Der erste Biss erfolgt ohne Vorankündigung am frühen Morgen gegen 4:30 Uhr. Ein kampfstarker Schuppi von 24 Pfund landet im Netz. Kurze Zeit später landet noch eine weiterer Spiegler auf meiner Matte. Beides keine Riesen, aber ich packe trotzdem hochzufrieden ein.

Für so einen schönen Spiegler gehe ich gerne ins Wasser
Ob ich wieder komme?
Ganz bestimmt.
Aber auch dann wieder nur für eine kurze Nacht.

Dienstag, 14. Juli 2015

Super Wrap von Korda: Schutz für den Köder


Bei Korda wurde registriert, dass viele Angler den Wunsch nach einem Boilie-Schutz haben, der sich eng und ohne Kanten an den Köder anschmiegt, es dennoch aber erlaubt, dass der Boilie seine Attraktoren freigibt.
Dafür hat Korda nun den Super Wrap entwickelt. Der Super Wrap bietet Schutz vor Krebsen, Katzenwelsen, Weißfischen und Wollhandkrabben. Dank der gestanzten Löcher gibt der Boilie weiterhin Aroma und Geschmack ins Wasser ab.

 Das Super Wrap wird einfach um den Boilie gelegt und danach über Wasserdampf geschrumpft.
Erhältlich ist Super Wrap für Boilie-Durchmesser von acht bis 32 Millimeter.

Weitere Infos:

Montag, 13. Juli 2015

PERFEKTER MOMENT

 

Ich sitze hinter meinen Ruten. Mein Blick schweift über den See, wo ich ein paar Fische beim Sonnenbad entdecken kann. Darunter ein paar richtige Koffer.
Ich hoffe, dass einer auf meinen Köder stößt und sich verliebt.
Dem Treiben unter der Oberfläche könnte ich stundenlang zu schauen.
Zusätzlich weht ein leichter, aber warmer Wind um mein Gesicht. Einfach fantastisch, diese Ruhe. Kein Stress, keine Probleme, die uns über den Alltag verfolgen oder uns beschäftigen. Einfach die Seele und die Gedanken schweifen lassen.
So kann ich am besten abschalten.

Ich rechne jeden Augenblick mit einem Biss

Plötzlich wird die Ruhe durch ein paar Piepser meiner linken Rute kurz gestört.
Ein gutes Zeichen, es ist Fisch am Platz. Und vielleicht verbeißt sich gleich einer davon in meinen Coco & Banana Boilie am Haar, den ich mit einem Juicy-Pineapple-Floater aufgepoppt habe.

Ans Haar kommt jeweils ein Coco & Banana Boilie, aufgepoppt mit einem Juicy-Pineapple-Floater
Mein Spot liegt an einem Seerosenfeld in einer Tiefe von etwa 1,50 Metern. Ein optimaler Platz. Die Spannung steigt, jede Sekunde könnte eine Rute ab rennen. Immer mehr Fische steigen über meinem Platz. Ich bekomme einzelne Zupfer auf beiden Ruten.
Nebenbei geht die Sonne unter, was für ein Bild, solche Momente kann man einfach nicht beschreiben.
Da sagt ein Bild mehr als 1000 Worte.

Die Seele baumeln lassen...
Auf meinem Spot fütterte ich ein paar Hände halbierte Coco & Banana Boilies und zwei Dosen Mais für zusätzliche Lockwirkung. Mit dem Schlauchboot habe ich meine Köder nah ans Seerosenfeld heran gebracht. Ich habe meine Köder so präsentiert, dass eigentlich kein Fisch daran vorbei schwimmen kann.

Zwischen den Seerosen fühlen sich die Karpfen wohl

Die Fische steigen weiter wie verrückt am Platz, aber außer ein paar Zupfern geht nichts.
Es ist schon 23 Uhr, die Liege ruft. Was gibt es Besseres, als unter freiem Himmel zu schlafen?
Aber dieses Mal kann ich nur mit Mühe einschlafen, ich rechne jeden Augenblick mit einem Biss.
Schließlich hat das Warten ein Ende. Während der Nacht kann ich zwei kleinere Karpfen fangen.
Halbierte Boilies sollen die Karpfen locken

Gegen 5 Uhr morgens dann ein heftiger Run auf der linken Rute.
Wieder heißt es: Ab an die Rute, der Spaß kann beginnen.
Der gehakte Fisch schießt durch die Seerosen, reißt ganze Stängel raus und schwimmt sich am Ende fest. Zum Glück habe ich das Boot dabei. Damit kann ich dem Fisch entgegen fahren um ihn zu befreien.
Das gelingt und sofort schießt er ins Freiwasser, wo sich ein spannender Drill entwickelt.
Er zieht mich nach links, nach rechts, holt immer wieder Schnur von der Rolle.
Die Bremse kreischt – so muss ein Drill sein.

Anglerherz, was willst du mehr?

Aber alles hat mal ein Ende. Und ich gehe in diesem harten Kampf als Sieger hervor.
Nach ein paar spannenden und aufregenden Minuten gleitet ein wunderschöner Spiegler mit ganz besonderem Schuppenzeichen in meinem Kescher.
Ein perfekter Moment. Anglerherz, was willst du mehr?

Donnerstag, 9. Juli 2015

Switch Lenses von Fortis: wie von Zauberhand!



Der ambitionierte Karpfenangler muss gleich mehrere Pol-Brillen mit sich tragen, um für alle Bedingungen gewappnet zu sein. Oder er arbeitet mit austauschbaren Gläsern. Doch die Entwickler bei Fortis Eyewear hatten jetzt eine geniale Idee: Sie entwickelten die „Switch Lenses“, passend für ihr Brillenmodell „Wraps“.
Bei den Switch Lenses handelt es sich um Gläser, die sich bei starker Sonneneinstrahlung abdunkeln und bei weniger Sonne wieder mehr Licht durchlassen. Diese Verwandlung wie von Zauberhand wird ermöglicht durch die Verarbeitung von Licht-sensiblen Molekülen, welche ihre Form und Farbe verändern sobald sie der UV-Strahlung ausgesetzt sind.




Das Spektrum der Switch Lenses reicht von Filter-Kategorie 2 (light amber, für wenig Licht) bis zu Kategorie 3 (dark brown, bei stärkerer Sonneneinstrahlung). Damit ist der Karpfenangler perfekt gerüstet, sowohl für die Bedingungen früh am Morgen und kurz vor der Dämmerung als auch für die maximale Sonnenintensität am Nachmittag.

Weitere Infos unter:

In Deutschland zum Beispiel erhältlich bei: EuroCarp, Successful Baits, oder Angelzentrale Herrieden.

Montag, 6. Juli 2015

Nash Scope-Kescher: mehr Reichweite

Die besonders lange, von 6 bis 9 inches (205 Zentimeter) teleskopierbare Karbonstange vergrößert die Reichweite des Scope-Keschers von Nash. Das ist ein großer Vorteil, wenn man beispielsweise vor ufernahem Schilf keschern muss.



Die High Modulus Carbon-Kescherarme finden im CNC gefrästen Metall-Kescherblock sicheren Halt. Zur besseren Orientierung in der Dunkelheit nimmt der Kescherblock ein Betalight auf. Das superweiche Netz in Camo-Optik ist besonders fischfreundlich. Dank des kleinen Klettverschluss-Bandes lässt sich das Netz zusätzlich am Kescherblock fixieren, so dass es nicht mehr verrutschen kann. Zusammengeschoben passt der nur 112 Zentimeter lange Kescher in das Scope-Futteral.

Unverbindliche Preis-Empfehlung (UVP): 215 Euro.

Weitere Infos unter: