Samstag, 11. Februar 2017

Lac de Villedon: "back on track"!


Das zurückliegende Angeljahr 2016 verlief am Lac de Villedon eher durchwachsen. Zwar verlief der Saisonstart sehr gut und wie jedes Jahr wurden viele dicke Fische gefangen. Nach dem ersten Laichgeschäft im Frühjahr wurden die Fangergebnisse jedoch kontinuierlich schlechter. Was folgte, war eine lang andauernde Hitzeperiode. Weil die Fische im Verlauf des Jahres fünf- oder sechsmal abgelaicht haben, gingen die Fischgewichte deutlich zurück. Wie beim größten bekannten Schuppenkarpfen. dieser Fisch wurde im März 2016 noch mit 32,7 Kilo gefangen. Mitte August brachte derselbe Fisch nur noch 24 Kilo auf die Waage.

Weiterere Gründe für die vergleichsweise schlechte Verfassung der Karpfen waren viele Katzenwelse, Weißfische und kleine Karpfen, die sich nicht zuletzt aufgrund der wenig vorhandenen Raubfische ungebremst vermehrt hatten und eine Nahrungskonkurrenz darstellten.
Eine Entwicklung, auf die man nun mit einer Bestandsregulierung reagiert hat.




Dafür wurde der Lac de Villedon im Januar komplett trockengelegt und abgefischt. Alle Karpfen wurden vorübergehend in Quarantänebecken untergebracht. Die vielen Weißfische wurden alle entnommen, alle Katzenwelse getötet (das ist in Frankreich Pflicht). Durch den Frost war der trockengelegte See und damit auch der Boden über eine längere Periode komplett gefroren. Im Schlamm versteckte Katzenwelse konnten so ebenfalls nicht überleben.




Positiver Nebeneffekt der Trockenlegung: die oberste Schlammschicht ist verschwunden. Dadurch ist der See jetzt stellenweise einen Meter tiefer.
Am Wochenende um den 21. Januar wurden alle großen Karpfen wieder in den Villedon zurückgesetzt. Dazu kamen Hechte und Schwarzbarsche, die den Weißfischbestand zukünftig besser regulieren sollen.




Der große Schuppi brachte beim Zurücksetzen übrigens wieder 32 Kilo auf die Waage. Auch ein zweiter Fisch, ein dicker Spiegler, hatte beim Zurücksetzen das gleiche Gewicht. Dazu wurden viele 20 und 25 kg-zurück gesetzt. Bei The Carp Specialist, dem niederländischen Reiseveranstalter, über den man einen Angelurlaub am Villedon buchen kann, blickt man jetzt wieder positiv in die Zukunft.




Der Karpfenbestand ist besser denn je und wir erwarten eine kommende Saison, die mehr als erfolgreich wird“, verspricht Jeroen Albers, Ansprechpartner für deutsche Angler bei The Carp Specialist.



Eine Video zum Abfischengibt es unter nachfolgendem Link:
www.thecarpspecialist.de/karpfenstelle/lac-de-villedon-ist-back-on-track


Infos zum See und die Möglichkeit zur Buchung gibt es unter:
https://www.thecarpspecialist.de/karpfengewasser/lac-de-villedon






Freitag, 27. Januar 2017

Unverhofft kommt oft!


 

Eigentlich war alles wie immer: Freitags nach der Arbeit ging es für mich ans Wasser, um meine Leidenschaft auszuführen – das Karpfenangeln. Bis dato hatte ich schon einige Sessions an Baggerseen, Naturseen und Flüssen hinter mir. Mit meinen Fängen war ich zufrieden, das Durchschnittsgewicht der Fische lag bei 12 Kilo.
Für die neue Session hatte ich das Gewässer gewechselt, ich stand an einem wirklich schmalen Fluss. Ob man hier Karpfen fangen kann?

Vielleicht klappt es in der zweiten Nacht...

Drei Tage und zwei Nächte hatte ich mir für diese Mission Zeit genommen. Bevor ich meine Ruten auslegte, suchte ich mir ein paar potentielle Hotspots an einem Seerosenfeld und vor versunkenen Bäumen. Dort sah es wirklich vielversprechend aus.
Meine erste Nacht verlief entgegen meiner Erwartungen sehr ruhig, von Aktivitäten der Fische keine Spur. Hatte ich die falschen Köder gewählt, oder lag ich mit meiner Spotwahl daneben?
Am darauffolgenden Tag konnte ich einige Brassen und Döbel fangen, der erhoffte Karpfen blieb jedoch aus. Trotzdem blieb ich optimistisch.
Zu Beginn der zweiten Nacht bemerkte ich gleich deutlich mehr Aktivitäten der Fische.
Vielleicht klappt es in der zweiten Nacht...
Spät am Abend kuschelte ich mich dann in meinen Schlafsack.

Was für ein Paddel!

Plötzlich ertönte mein Funkbissanzeiger. Es war ein Vollrun, der mich aus der Matte warf.
Nachdem ich meine Rute aufgenommen hatte, spürte ich gleich, dass am anderen Ende der Leine ein besserer Fisch hängen musste. Jetzt nur die Ruhe bewahren!

Ein richtiges Brett

Der Fisch konterte mit heftigen Fluchten und ließ die Rollenbremse ordentlich arbeiten. Nach 10-minütigem Drill konnte ich das Tauziehen aber für mich entscheiden und einen wunderschönen, goldenen Schuppenträger über die Maschen meines Keschers führen. Und was für einen! Im Netz lag ein richtiger Klotz, meine Waage zeigte satte 19,5 Kilo an. Ich strahlte übers ganze Gesicht und war sowas von happy. Schließlich bedeutete der Fisch einen neuen persönlichen Rekord.

19,5 Kilo - ein neuer Personal Best
Mit so einem Fisch hatte ich nicht gerechnet. Nicht an einem derart kleinen Fluss und nicht bei meiner ersten Session.
Aber wie heißt es so schön: Unverhofft kommt oft.

Freitag, 23. Dezember 2016

RAUS MIT EUCH!

Beim Blick in die sozialen Netzwerke muss ich feststellen, dass die meisten Karpfenangler schon Mitte Ende Oktober ihr Tackle in den Winterschlaf schicken.
Für mich hingegen ist das Angeln ab September bis Mitte oder Ende Dezember (abhängig von der Witterung) in den letzten Jahren die produktivste Zeit geworden.
Jetzt sitzt man wirklich fast alleine am Wasser. Genau das begrüße ich – zumal ich spät im Jahr schon viele gewichtige Überraschungen in mein Fangbuch eintragen durfte.

Die Ruhe am Wasser genießen...

Zugegeben: Es gibt wahrlich andere Dinge, die man in dieser Jahreszeit tun könnte, anstatt bei Kälte, Regen und Sturm am Wasser zu sitzen. Vor dem Kamin einen schönen Abend genießen zum Beispiel – dazu ein schönes Buch lesen und ein Glas Wein trinken.
Bei mir ist meine Zeltheizung der Kamin. Und ein Buch habe ich in der dunklen Jahreszeit auch immer dabei.

Goldener Herbst!

Jedoch angle ich nicht den kompletten Winter durch. Um soziale Kontakte zu pflegen und um den Fischen etwas Ruhe zu gönnen. Schließlich bleibt es für die Fische ein enormer Stressfaktor am Haken zu hängen. Ganz sicher, wenn sie im Winter ihren Stoffwechsel herunter gefahren haben.

Möglichst attraktiv

An meinen Rigs ändere in dieser Zeit nicht viel. Ich verkürze das Vorfach auf rund 12 bis 15 cm und schraube die Ködergröße herunter. Wo ich im Sommer noch 25mm Boilies gefischt habe, hängen bei kaltem Wasser gerne 15mm Köder am Haken.
Meine Köder sind für die Karpfen schnell verdaulich, haben eine schnelle Darmdurchlaufzeit.

Lohn für eine kurze Nacht

Meine Köder pimpe ich gerne mit Bait Booster, den ich schon einige Tage vorher über die Boilies gebe. So können die Boilies die Flüssigkeit gut aufsaugen und anschließend längere Zeit die Geruchs und Geschmackststoffe ins Wasser abgeben.
Als Beifutter greife ich gerne auf Stickmix zurück den ich mit dem Bait Booster anmische, den ich für die Boilies verwende.

Meine Köder pimpe ich gerne mit Bait Booster

Ansonsten füttere ich bei kaltem Wasser nur eine Hand voll halbierter Boilies großflächig verteilt um meine Montagen herum. Das hat sich als gute Taktik bewährt, um die Karpfen an den Platz zu locken und sie eine kurze Zeit zu beschäftigen. Sie bekommen Vertrauen in die Köder und den Platz und stoßen nicht direkt auf einen Haken.
Zudem verwende ich gerne grelle Pop-ups, die ich entweder als Schneemann fische, oder aber als Einzelköder anbiete, knapp über den Grund aufgepoppt. So bekommen die Fische noch einen optischen Reiz, der sie animieren soll, den Köder einzusaugen. Als Farben haben sich Neonpink, Neongelb und Neonorange bewährt.

Spät im Jahr sind die Karpfen gut im Futter

Ich fange schon im Spätsommer an, meine Plätze für den Herbst zu präparieren. Ich tauche die Plätze vorher ab, um gegebenenfalls Unterwasser-Hindernisse zu entfernen, in denen sich meine Schnur verfangen könnte. Dann gebe ich regelmäßig kleine Futter-Mengen auf den Platz. Zirka ein halbes Kilo Boilies und ein halbes Kilo Pellets in verschiedenen Größen finden jeden zweiten Tag den Weg ins Wasser.

Mehr braucht es nicht: Ein paar halbierte Boilies und etwas Stickmix in PVA

Es reicht völlig aus, wenn die Fische nur etwas, aber dafür regelmäßig Futter vorfinden. Mit der Zeit speichern sie sich den Platz auf ihrer Fressroute ab und kehren gerne zurück. In der Zeit der Vorbereitung befische ich diese Plätze möglichst nicht. So bekommen die Karpfen mehr Vertrauen in Platz und Futter.

Dieser Kugelrunde Spiegler nahm den Köder kurz vor dem Einpacken

Als Köder kann ich Euch die Eddy Sterckx Bait Range empfehlen. Diese Boilies sind in den letzten Jahren meiner Lieblingsköder geworden, denn sie haben mich nie im Stich gelassen – egal wo ich gefischt habe. Nicht ohne Grund sind diese Köder die Nummer 1 in Belgien geworden.

Vereiste Ruten: Über Nacht war es deutlich unter Null
Die Platzwahl bleibt selbstverständlich immer vom Gewässer abhängig. Meine Angelplätze wähle ich für die kalte Jahreszeit aber gerne in der Nähe von zum Beispiel Totholz aus. Optimal ist es, wenn ein solcher Platz in einer Wind geschützten Ecke des Gewässers liegt. Dort ist das Wasser nicht so sehr den teilweise eiskalten Winden ausgesetzt und meist etwas wärmer.

Die Köder meines Vertrauens...

An den Gewässern, an denen ich Fische, suchen sich die Fische zwischen dem alten Holz einen geschützten Platz zum Überwintern. In den meisten Fällen müssen sie von dort aus auch nicht weit schwimmen, um etwas Nahrung wie zum Beispiel Muscheln aufzunehmen.
Zudem achte ich auf die Wetterlage. Produktiv ist es, bei einem Tiefdruckgebiet am Wasser zu sein.

Wenn alles passt!

Wenn alles passt, hält man selbst im Winter schon sehr schnell einen schön gefärbte Fisch in die Kamera. Das Durchschnittsgewicht der gefangenen Fische ist zudem oft höher als im Sommer, weil die kleineren Fische weniger Nahrung zu sich nehmen.
Am Ende bleibt für mich das Gewicht aber zweitrangig. Hauptsache es pfeift und ich sehe, dass sich meine Vorbereitungen ausgezahlt haben.

Marcel Geritzen

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Wandkalender 2017 von Florian Läufer:

Around the world – mit den Augen eines Anglers



Es ist sein Herzensprojekt: Fotograf, Weltenbummler und Carp in Focus Autor Florian Läufer bringt seinen eigenen, großformatigen und in streng limitierter Auflage produzierten Angelkalender heraus.


Nur das beste Papier, der beste Druck, die besten Bilder waren ihm für dieses Projekt gut genug. In Zusammenarbeit mit der Möller Druck und Verlag GmbH, wo auch das bekannte Angelmagazin Rute & Rolle gedruckt wird, ist ein sehr hochwertiger Wandkalender im Format A2 entstanden, der es bei 13 Blatt auf ein sattes Kilo Gewicht bringt. Jeder Monat zeigt mit dem Hauptmotiv eine spannende Angeldestination unseres Erdballs, auf der Rückseite gibt es zusätzliche Fotos, Anekdoten und interessante Infos zu sehen und lesen.


Der passende Titel des Kalenders: Around the world – mit den Augen eines Anglers. Egal, ob im Hobby- oder Geschäftsraum, Wohn- oder Schlafzimmer – dieser Angelkalender ist ein Blickfang.

Preis: 29,90 Euro.




Erhältlich im Rute&Rolle-Shop
unter: www.ruteundrolle.de



Donnerstag, 8. Dezember 2016

Winter - die „intensive“ Jahreszeit

Wenn nachts die Temperatur deutlich unter den Nullpunkt sinkt und morgens der Nebel dicht über dem Wasser steht, genau dann hat man im späten Herbst die Chance, auf einen richtig breiten Rücken zu blicken.
Eine Garantie für den Erfolg gibt es leider nicht. Und nicht selten stellen wir uns die Frage: Warum tun wir uns das alles an? Früh am Morgen oder spät am Abend noch an den See zu fahren, sich die Finger steif zu frieren und dennoch blank nach Hause zu kommen.
Warum können wir es dann nicht einfach gut sein lassen?


Schuppengold!
Ganz einfach: Weil deine innere Stimme und dein Ehrgeiz noch immer fest dran glauben, dass du das Jahr so richtig fett abschließen kannst! Denn wir wissen: Mit dem richtigen Durchhaltevermögen ist selbst im Winter noch einiges möglich.
Platzauswahl und Engagement spielen dabei allerdings eine wichtige Rolle.
Mit Hilfe meiner Markerrute machte ich mich an meinem Hausgewässer auf die Suche nach den idealen Spots. Da das Wasser im Herbst von der Oberfläche in die Tiefe auskühlt, ziehen sich die Fische im Herbst gerne in tiefere Gefilde zurück. Wobei „tief“ immer relativ bleibt. Da mein See nicht besonders tief ist, hatte ich ein gutes Gefühl, als mein Markerblei in etwa fünf Metern Wassertiefe übel leicht schlammigen Untergrund glitt. In der Vergangenheit habe ich schon häufiger festgestellt, dass die Chancen auf Fischkontakt auf leicht schlammigen Untergrund besser sind. Vielleicht weil solche Plätze nicht nur weniger Angeldruck bekommen, sondern weil sie auch im späten Jahr noch natürliche Nahrung für die Karpfen bieten.

Eine Schuppe hier, eine Schuppe da...

Ich traf die Entscheidung, zwei Spots anzulegen. Da die Fische bei kaltem Wasser weniger aktiv ihre Runden ziehen, erhöhe ich so meine Chancen, die Fische zu finden.
Aber was und wie viel sollte ich füttern?
Um einen schnellen Biss zu bekommen, reicht jetzt ein mit Stickmix gestopftes PVA-Mesh als zusätzliches Lockangebot neben dem Hakenköder völlig aus.
Um die Fische aktiv an den Platz zu locken, fütterte ich zweimal täglich kleinere Portionen aus 16mm-Boilies und einen aus Tigernüssen, Mais und Hanf bestehenden Partikelmix.

Einer geht noch

Mein Rig hielt ich dabei sehr simpel. Ein Stiff-Filament in 25lb Stärke minimiert selbst bei weiten Würfen die Gefahr von Verwicklungen. Daran band ich mit einem „No Knot“einen Kurv Shank XX in der Größe 6. Verfeinert wurde mein Rig noch mit einen Rig Ring und einem Korda Kicker auf dem Hakenschenkel. Das gibt dem Haar die nötige Führung und sorgt für den gewünschten Eindreheffekt in die Unterlippe. Meine Montage soll sauber am Grund liegen. Deshalb zog ich noch einen Sinker ins vordere Drittel des Vorfachs. Das Rig bleibt trotz schlammigem Untergrund eher kurz. Zwischen 10 und 15 Zentimeter lang, damit die eher trägen Bewegungen der Karpfen beim Fressen schneller zum Hakeffekt führen.

Dickes Ende

Als Köder diente mir an der einen Rute ein 16mm Boilie, an der anderen Rute hing eine ausbalancierte Tigernuss.
Was soll ich sagen? Bei mir passte alles. So konnte ich jetzt auch im angehenden Winter noch ein paar unvergessliche Momente sammeln.
Aber ob nun mit oder ohne Fisch – mir bleiben die Sessions in dieser Jahreszeit immer besonders intensiv in Erinnerung.

Patrick Krenn

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Am kommenden Samstag:

Weihnachts-Event bei Adventure Fishing


Am Samstag, den 10. Dezember (von 9 - 16 Uhr) findet bei Aventure Fishing (Reismühle 5, 22087 Hamburg) ein besonderes Weihnachtevent statt. Neben Top-Weihnachtsangeboten für Rollen, Ruten, Bissanzeiger, Taschen, Swinger, Bekleidung, Zelte und vieles mehr haben Dieter Martens und Sascha Pingel von Adventure Fishing hochkarätige Gäste eingeladen:

Marc Voosen, Inhaber der Firma Pinpoint Hooks, hält einen Vortrag über die Kunst des Hakenschärfens. Er zeigt Euch das pro & contra von extra geschärften Haken in unterschiedlichen Situationen. Fragen erwünscht! Sein Vortrag läuft um 14 Uhr.



Frank Sekula, Außendienstmitarbeiter der Firma Korda, berät Euch in allen Fragen rund um das aktuelle Korda Endtackle. U.a. stellt er das neue BOOM - Vorfachmaterial vor und zeigt Euch, in welchen Situationen man es einsetzt.



Außerdem gibt es einen Trailer über den neuen Film Balkan Büffel mit Meik Pyka zu sehen.

Für Raubfischangler präsentiert Angel-Guide und Raubfischexperte Arnulf Ehrchen in seinem Vortrag "Open Water" die wichtigsten Techniken, um Großhechte im Freiwasser zu fangen. Seinen Vortrag hält Arnulf um 11 Uhr.

Kontakt: Tel.: 040/251 98 251,
 

Freitag, 18. November 2016

COMMING SOON: CiF 62

Carp in Focus 62 ist ab 25. November im Handel!
 
 
Alle Details zum Inhalt gibt´s unter:


Freitag, 7. Oktober 2016

JETZT im CiF-ABO:

DVD „Karpfenangeln vom Ufer“
von Markus Lotz GRATIS!

Die Gelegenheit solltet Ihr nicht verpassen.
Gleich Carp in Focus (Hefte 62 bis 67) abonnieren und die DVD „Karpfenangeln vom Ufer“ (Teil 1) von Markus Lotz GRATIS bekommen*.
*Die DVD wird nach Erhalt des ersten ABO-Heftes separat verschickt.



Hier geht’s direkt zum ABO:

Freitag, 16. September 2016

Thüringer Jugendangeltage

Boilie-Rollen war angesagt

Mit über 370 Teilnehmern verzeichneten die Thüringer Jugendangeltage 2016 (27./28. August) einen Teilnehmerrekord in der elfjährigen Geschichte dieser Veranstaltung.




Neben einer Vielzahl von Sponsoren schafften es über 100 Betreuer, Referenten und Angelexperten, den Kindern und Jugendlichen unvergessliche Tage an den Herbslebener Teichen zu bereiten.




Die Ehrengäste, wie Staatssekretär Dr. Klaus Sühl vom Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, waren angetan von der guten Organisation, dem vielfältigen Programm und der großen Teilnehmerzahl. Von allen Seiten gab es viel Lob für die Jugendarbeit des Landesanglerverbands Thüringen e.V. (LAVT) und des SFV „Unstrut“ e.V. Herbsleben, welche den Event veranstalteten.


Besonders großes Interesse seitens der Teilnehmer gab es am Boilie-Workshop. Thomas Rechenbach (Pro Line), Tobias Steinbrück (Nash) und Mario Winter waren als Karpfenangler vor Ort. Die Drei rollten mit den Kids Boilies und standen für Tipps und Fragen zur Verfügung.

Montag, 22. August 2016

HALBZEIT

von Etienne Gebel

Kaum zu glauben, aber das Karpfenjahr 2016 ist mehr als halb vorbei! Noch kann ich mich nicht wirklich damit abfinden, dass es wahrscheinlich mein persönlich schlechtestes Angeljahr werden wird. Zwar steht noch eine Herbstsaison bevor, aber die war in den vergangenen Jahren auch nicht mehr was sie mal war.
Wieder sitze ich alleine im Zelt am See und grübele, ob es richtig ist, bei solchen Bedingungen am Wasser zu sein. Es ist bereits dämmerig draußen und obwohl es schwül heiß ist, musste ich notgedrungen ins Zelt flüchten. Mindestens 15 Mückenstiche habe ich draußen in kürzester Zeit abbekommen. Die Mückenpopulation bei uns am Niederrhein ist dieses Jahr gigantisch.
Die Blutsauger haben – im Gegensatz zu mir – scheinbar eine Topsaison 2016! Im Freien ist es wirklich kaum auszuhalten.


Typisch Sommer 2016: immer wieder Regenschauer gepaart mit sonnigen Abschnitten
Ich schaue aufs Handy. Der Wetterdienst meldet eine tropische Nacht mit schwülen 20-22 Grad und Regenschauern. Ich hoffe ich muss nicht raus, denn draußen wartet das Übel mit Flügeln.
Eigentlich hasse ich das Angeln im Sommer. Da ich aber bislang ein schlechtes Fangjahr hatte, kann ich mich nicht zügeln. Ich muss raus ans Wasser. Obwohl ich nur mit T-Shirt und Boxer Shorts bekleidet auf dem Schlafsack liege, schwitze ich. Ich könnte mich selber hassen, weil ich angeln gegangen bin.
Sei´s drum – meine Rigs liegen jedenfalls perfekt. Wenn da ein Fisch vorbei kommt, wird es hoffentlich piepen.


Das Wasser steht an einigen meiner Gewässer immer noch bis auf die Wiesen
Meine bisherigen Misserfolge schiebe ich aufs Wetter, bzw. dem hohen Wasserstand, meiner eigenen Inflexibilität und den starken Angeldruck an den von mir befischten Gewässern. Durch viel zu viel Regen und den selbst jetzt immer noch ungewöhnlich hohen Wasserstand ziehen die Fische an einigen meiner Gewässer in komplett neue Bereiche und stehen teilweise zwischen den gefluteten Bäumen und Sträuchern. Dort kann ich sie nicht beangeln.
Der schärfste Haken und das beste Rig hilft nichts, wenn die Fische streiken

Wie an einem meiner Lieblingsgewässer, ein großes altes Baggerloch am Rhein. Dort kann ich dieses Jahr nicht wie geplant angeln, denn alle interessanten Bereiche stehen meterhoch unter Wasser. Ein Boot ist dort verboten und die wenigen Angelplatz sind selbst unter der Woche ständig besetzt.
Also weiche ich seit Wochen schon auf andere Gewässer auf. Das Problem habe nicht nur ich, sondern viele andere Angler aus meiner Region. Deshalb konzentrieren sich die Angler auf weniger befischbare Gewässer, der Angeldruck steigt somit weiter an.


Autan Anti Mücken Spray – mein ständiger Begleiter in diesem Sommer
Es ist etwa 1:30 Uhr Nachts, als ich das letzte Mal auf mein Handy schaue. Es ist immer noch stickig und warm im Zelt, obwohl alle Mückengitter offen sind. Die riesigen Mückenschwärme sind vor den Gittern mit einem deutlichen Summen zu hören. Es müssen Tausende sein, die in den nahen Sträuchern auf ihre Blutmalzeit warten.


Hoher Angeldruck und viel Futter im Wasser – darum verwende ich wenig Futter und grelle Hakenköder
Nach einem intensiven Arbeitstag und dem anschließenden Kraftakt, mein Tackle ans Wasser zu bekommen und aufzubauen, falle ich trotz der Mückenplage in den Tiefschlaf. Gegen Morgen in der Dämmerung werde ich wach. Es regnet wie aus Eimern. Trotzdem ist die Luft immer noch schwül, es fällt mir schwer zu atmen. Die Nacht über ist nichts passiert, von Karpfen keine Spur. Außer dass ich mehrfach durch ein Stechen und Summen übler Moskitos wach geworden bin. Mit den kleinen Arschgeigen habe ich mir in meiner kleinen Behausung ein regelrechtes Gefecht geliefert. Zwar habe ich am Ende gewonnen, dafür bin ich ein paar Mückenstiche reicher.


Wieder kommt das Wasser wie aus Kübeln vom Himmel
Ich setze mir gerade eine wohlverdiente Tasse starken Kaffee auf: Zack, ein Schlag in der Rutenspitze, die sich kurz darauf nach vorne neigt.
Karpfen!
In der Hektik trete ich den heißen Wasserkessel vom Kocher und verbrühe mich auf dem Weg zur Rute an der Hand.
Fürs Jammern bleibt keine Zeit, denn mein Kontrahent liefert mir einen feinen Drill. Selten war ich so nervös. Bedingt durch das schlechte Jahr und einigen Fischverlusten ist mein Selbstvertrauen stark angekratzt. Wenn man sogar an seinem 100-Prozent-Vertrauensrig zweifelt, ist es weit gekommen.
Jeder Fisch bringt ein Stück Selbstvertrauen zurück

Der gut genährte Spiegler bringt mir jedoch ein Stückchen meines Vertrauens zurück.
Das ist mir die mehr als 25 Mückenstiche plus eine verbrühte Hand wert.

Montag, 1. August 2016

Karpfen-Abenteuer in Süd-Frankreich


Radical-Teamangler Robin Illner kommt gerade von einer spannenden Expedition aus Südfrankreich zurück. Zusammen mit Freunden war er für fast drei Wochen im Süden des Landes unterwegs. Was er dort erlebte, ist atemberaubend. Illner startete seine Tour mit der außergewöhnlichen Idee, mehrere Tage einen kleinen Fluss mit dem Kanu herunterzufahren, um Karpfen zu suchen und zu fangen.

Robin Illner mit einem kräftigen Fluss-Kämpfer

Einmal in den 30 km langen Kanyon hinein gefahren, gibt es kein zurück. Bis zu 300 Meter hohe Schluchtwände säumen den Fluss. Robin musste die gesamte Schlucht durchfahren oder für immer dort bleiben. Über den Köpfen der Karpfenkanuten kreisten majestätische Geier. Höhlensysteme und kalte Quellen zogen am Ufer entlang. Am Tage wurde gerudert, am Nachmittag und Abend geangelt und starke Flusskarpfen gefangen. Die Ausrüstung war minimalistisch, wie bereits bei seinem Gran Canaria Abenteuer im vergangenen Jahr. Auf die Kanus passen nur Ruten, etwas Futter und ein Kescher. Geschlafen wurde in Hängematten in der nackten Felswand oder auf dem Boden im Flusssand.
Diese Abenteuertour war erst der Anfang der großen Reise, zog es das Team doch noch weiter gen Süden. Der berühmte Lac de Salagou, eines der mystischen Gewässer der europäischen Karpfenscene war das Etappenziel. Rote, durch Eisen gefärbter Sandstein lässt den See am Abend bei niedrigem Sonnenstand in einem kräftigen Rot erstrahlen. Die ersten Tage wehte ein kräftiger Wind, so dass die Boote beim Platzwechsel mit Wasser vollliefen. Alle Herausforderungen wurden gemeistert und die Fische nahmen die Futterplätze an.


Das nächste Etappenziel: der Lac de Salagou

Während viele andere Angler im Sommer oft die erfolgreichen, tieferen Bereiche des Sees auswählten, setzt das Team auf die flacheren Buchten. Diese Entscheidung war goldrichtig. Tiefe Bereiche des Sees schienen wie leergefegt und die flachen, teils stark mit Krebsen besiedelten Areale, waren die Holding Areas der Karpfen. Getrocknete, knallharte Bloody Chicken und Yellow Zombie Boilies brachten Fische bis über 21 kg an den Haken. „Das Erlebnis einer vielseitigen Flora und Fauna, war auf dieser Tour gigantisch: Schlangen im Wasser, Skorpione und Kakteen am Ufer und eine atemberaubende Landschaften machten dieses Abenteuer einzigartig! Dazu ein gelungener Abschluss mit guten Karpfen an jedem Gewässer, das wir beangelten“, berichtet Robin Illner.